WILLKOMMEN IM
HOSPIZ ELIAS

Wo wir leben, da ist Zuhause. Wo wir sind, ist Heimat. Wo wir sein möchten, da ist Sehnsucht. Wo wir uns geborgen fühlen, da ist Vertrauen. Wo wir uns hingezogen fühlen, Verlangen. Und wo wir klein werden, finden wir Demut. Nur wer wir sind, das können wir nicht in einem Wort ausdrücken. Wir sind Reisende, Ankommende und Abschied Nehmende. Ein Leben lang.

Empathie leben

Als Team des Hospiz Elias begleiten wir Menschen. Ambulant wie stationär. Wir können kein Leben schenken. Aber wir können Patient*innen und ihren Zugehörigen in einer Lebensphase helfen, die ängstigend und schmerzhaft sein kann, aber auch friedvoll, versöhnlich, und ja, lebendig.

Zu dieser Lebendigkeit beizutragen ist uns Aufgabe und Verpflichtung. Dafür begegnen wir den Patient*innen in all ihrer Vielfalt und Individualität mit Achtung, Respekt und Akzeptanz. Bei uns können sie sein, wie sie sein möchten.

„Wir denken queer statt quer“

Rolf Kieninger

Haltung zeigen

Das Hospiz Elias ist über die Grenzen der Rhein-Neckar-Region hinaus bekannt als Ort der Unterstützung für Schwerkranke und sterbende Menschen, deren An- und Zugehörige und Wahlfamilien. Gleichwohl sind wir Repräsentant gelebter Werte und gesellschaftlicher Akteur mit unseren Institutionen und unserem Bildungswerk. In unserem Handeln und Wirken setzen wir uns aktiv ein für eine Hospizidee, die auf mehr Akzeptanz, Respekt und Sensibilisierung basiert.

Gemeinsam stehen wir ein für eine transkulturelle, demokratische und inklusive Gesellschaft. Nicht zuletzt auch deshalb weht vor unserem Haus die Intersex Inclusive Pride Flagge als Symbol der Offenheit gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen, People of Color (PoC), Blacks, Trans*gender sowie intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen.

Bewusstsein schaffen

“Ausländer“, “Migranten“, “Menschen mit Migrationshintergrund“: Noch immer sind dies die gängigsten Bezeichnungen für jene Menschen, die in unserer Gesellschaft leben, jedoch als nicht-deutsch wahrgenommen werden. Mal ist es ihr Aussehen, mal ein anders klingender Name. Oftmals spielt es im öffentlichen Bewusstsein dabei keine Rolle, wie lange jene Menschen schon in diesem Land leben oder ob sie überhaupt migriert sind. Als Hospiz sind wir ein Ort für die Gesellschaft, wie sie ist: divers und postmigrantisch; geprägt und definiert von allen.

“Postmigrantisch“ umfasst nicht nur Fragen der Migration und Inklusion. Vielmehr geht der Begriff darüber hinaus. Er lenkt den Fokus auf die Prozesse nach der erfolgten Migration. In einer von Zuwanderung geprägten Gesellschaft bedeutet “postmigrantisches“ Denken, unser Bewusstsein auf eine gleichberechtigte Gesellschaft zu richten, in der Integrationsdefizite gesamtgesellschaftlich behoben werden. Damit einhergehend sind zentrale Aspekte wie das Aufdecken bestehender Ressentiments, von jeglicher Form der Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus, sowie struktureller Chancenungleichheit, ungerechter Ressourcenverteilung oder mangelnder gesellschaftlicher Teilhabe und Repräsentanz.

Das Hospiz Elias setzt sich dafür ein, dass wir alle Lebenswelten unserer Gesellschaft sensibel und respektvoll betrachten. Deshalb folgen wir jener Betrachtungsweise, in der das Deutsche heterogen und plural gilt und die darauf zielt, dass sich nationale Identitätsbezüge zum Wohl aller wandeln.

Alle Sinne Pflegen

Das Hospiz Elias ist seit seiner Gründung im Jahr 2005 im Ludwigshafener Stadtteil Gartenstadt beheimatet. Unweit des St. Marienkrankenhauses befinden sich der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPB), das stationäre Hospiz und die Verwaltung des Bildungswerks Hospiz Elias unter einem Dach. Für Sie bedeutet das Betreuung und Service aus einer Hand.

Das Stationäre Hospiz Elias bietet Raum für 8 Menschen mit schweren, unheilbaren Krankheiten. Ebenerdig und barrierefrei konzipiert, entspricht das Hospiz Elias nicht nur den neuesten technischen Standards, sondern verbindet mit weitläufigen Grünflächen, Gärten und Ruhebereichen Lebensqualität mit den gemeinschaftlichen und individuellen Bedürfnissen seiner Bewohner*innen.

Im Frühjahr 2017 folgte ein spendenfinanzierter Erweiterungsbau, der dem Team des Hospiz Elias eine noch bessere Verzahnung seiner Tätigkeitsfelder ermöglicht. Der Einzug des Ambulanten Hospizdiensts und seiner Verwaltung bedeutet vor allem für die Menschen bei der Aufnahme in das stationäre Hospiz, dass sie eine bereits vertraute Person aus der häuslichen Betreuung sehen, die Angst oder Fremdheit nehmen kann.

Unsere Angebote und Veranstaltungen für Zugehörige, Schüler*innen und Interessierte, aber auch Seminare für ehrenamtliche Helfer*innen finden über das Bildungswerk Hospiz Elias seitdem ihren Platz in dem Neubau. Der neu gestaltete Seminarraum mit 60 Sitzplätzen ist Ort der Begegnung, Sensibilisierung und Weiterbildung.

Virtueller Rundgang

Unser ziel

Den Menschen, deren unheilbare Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist, möchten wir einen Platz im Lebensalltag geben. Noch immer ist das Sterben in unserer Gesellschaft tabuisiert, wird ein Abschied vom Leben mit Einsamkeit, Angst oder Fremdbestimmtheit verbunden.

Die Hospizidee ist eine andere. Nicht mehr der Kampf um Heilung, sondern die Stärkung und Begleitung in einer Phase des Akzeptierens und Loslassens stehen im Vordergrund.

Unser Ziel: das größtmögliche Maß an Lebensqualität, Würde und Teilhabe für unsere Patient*innen. Denn was uns im Leben wichtig ist, sollte auch im Sterben zählen.

Die Patient*innen und ihre Bedürfnisse stehen bei uns im Mittelpunkt. Die Patient*innen werden mit Achtung und Respekt behandelt, umfassend und verständlich informiert und haben das Recht, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Wir wahren ihre Würde und Freiheit in ihrer letzten Lebensphase.

Die Vielfalt und Individualität der Patient*innen zu achten, ist für uns selbstverständlich. Wir heißen alle Menschen, unabhängig ihres kulturellen oder religiösen Hintergrundes, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identitäten gleichermaßen herzlich willkommen! Dies gilt für Patient*innen, deren Zugehörige und Wahlfamilien, aber auch für Mitarbeitende und Kooperationspartner*innen. Alle haben die Freiheit selbstbestimmt so zu sein und zu sich zu stehen, wie sie das wünschen.

Wir legen besonderes Augenmerk auf Sensibilität und Verständnis von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und Menschen mit Behinderungen. Unsere Mitarbeiter*innen haben für ihre Bedürfnisse und Ansprüche stets ein offenes Ohr.

Das Hospiz Elias tritt als in der Rhein-Neckar-Region bekannte Einrichtung öffentlich und intern für Akzeptanz, Respekt und Courage ein. So möchten wir unseren Beitrag für eine weltoffene, vielfältige und demokratische Gesellschaft leisten.

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Jedes leben ist einzigartig

ROLF KIENINGER

Einrichtungsleitung Hospiz Elias

„Wie gehe ich damit um, wenn ich mit der Endlichkeit konfrontiert werde? Die Annäherung an diese intime wie individuelle Frage leitet, motiviert und prüft uns als Team immer wieder in unserer täglichen Arbeit. Der Mensch lebt im Leben und er lebt auch im Sterben. Beiden sollten wir mit Würde und Wertschätzung begegnen.“